HEIMSEN. VERSUCH ÜBER EIN DORF.
Festakt zur Aufnahme in die Oktavistische Internationale
2015








Mitglieder der OKTAVISTISCHEN INTERNATIONALE
Robert Stadlober, Andreas Spechtl, Daniel Moheit, Dorothee Elmiger, Hendrik Otremba, Katharina Maria Trenk, Jörg Sundermaier, Astrid Noventa, Carolin Schogs, Schneider ™, Bernhard Kern, Paula Markert, Damage Goods, Kantine im Aqua Carre uvm.
Fotos: Paula Markert


VERSUCH ÜBER EIN DORF fand im Rahmen des Kultur- und Literaturfestivals Wege durch das Land im Weserdorf Heimsen statt.

"Die Künstler Robert Stadlober, Andreas Spechtl, Dorothee Elmiger, Hendrik Otremba und Daniel Hoheit uvm. werden Anfang Juli ihren Lebensmittelpunkt für eine Wochen in das kleine Dorf Heimsen an der Weser verlegen und versuchen, die Verbindungslinien Heimsens mit der Welt und der Welt mit Heimsen aufzuspüren, freizulegen und nachzuzeichnen. Denn ein Ort, in dem mittlerweile nur noch einmal am Tag der öffentliche Bus hält, ist auf den ersten Blick nicht dafür gemacht, verlassen oder gar besucht zu werden. Michel Foucault schrieb 1967 in seinem Text ‹Andere Räume› über die Heterotopie als verwirklichte Gegenkonzeption des Hier und Jetzt, sie erreiche ‹ihr volles Funktionieren, wenn die Menschen mit ihrer herkömmlichen Zeit brechen›. Er beschreibt zwei Formen von Heterotopien: jene, in denen die Zeit endlos angesammelt wird, wie es in Bibliotheken und Museen der Fall ist, und solche, die zeitlich äußerst begrenzt sind und sich innerhalb weniger Stunden oder Tage wieder auflösen wie bei Festen oder dem Jahrmarkt. In den zwei Tagen der Aufführung werden die Künstler versuchen, zusammen mit geborenen, mit Wahlheimsern und Gästen der Heimser Diaspora aus aller Welt diese beiden extremen Formen einer verwirklichten Utopie zusammenzusinken."