ACTS OF GOODNESS //
von Mattias Andersson
Junges Schauspiel Hannover
2018







Regie: Brit Bartkowiak
Bühne: Hella Prokoph
Kostüme: Carolin Schogs
Musik: Joe Masi
Video: Stefano di Buduo


Acts of Goodness ist eine theatrale Studie über ein altmodisch anmutendes Konzept. Der 1969 in Göteborg geborene Autor und Regisseur Mattias Andersson hat junge Europäer*innen danach gefragt, welchen Stellenwert ihrer Meinung nach die Güte heute hat, und lässt sie in seinem Stück zu Wort kommen. Sie zeichnen das Bild eines vom Neoliberalismus gezeichneten Kontinents, dessen Gesellschaft von Egoismus, Gier, Rassismus und Brutalität geprägt ist. Das dissonante Konzert wird ergänzt von Stimmen junger Menschen und ehrenamtlich Tätiger aus Hannover und der Region. Die Gründe, die sie für ihr Engagement nennen, sind so verschieden wie die Befragten selbst: Sie wollen der Gesellschaft etwas zurückgeben, weil es ihnen immer gut gegangen ist in ihr; sie leisten Sozialstunden ab und bleiben, weil das Ehrenamt ihrem Tag Struktur gibt; sie handeln im Auftrag der christlichen Nächstenliebe; sie genießen die sozialen Kontakte, die ihr Handeln mit sich bringt, und die Dankbarkeit, die sie zurück bekommen. Einig sind sie sich in einem: »Gutes tun macht glücklich!« – und geben damit dem Philosophen Immanuel Kant Recht, der sagt: »Kein Mensch kann glücklich sein, der sich nicht für gut hält.«